Die erste Nacht

Ein neuer Bus ist in mein Leben getreten.

Nachdem ich meinen Sprinter ein Jahr lang viel und gerne gefahren bin, und nachdem ich auch zig Nächte darin geschlafen habe, ist in mir langsam eine Idee gereift: etwas mehr Platz wäre gut.

Der Sprinter ist ein klasse Auto, fährt sich wie ein PKW, parkt sich fast wie ein PKW, und auf den ersten Blick sieht er so wenig wie ein Wohnmobil aus, dass ich darin auch mitten in Städten gut schlafen konnte.

Doch eine Sache habe ich vermisst: mehr Platz.

Das Schlafen, Duschen, Kochen, der Toilettengang und auch das Fahren und Parken waren einwandfrei.

Doch der tägliche Umbau von Bett zu Wohnzimmer, und abends wieder vom Wohnzimmer zum Bett… irgendwie verlor ich dafür die Geduld.

Und nachdem ich abends immer wieder eine Stunde auf Mobile.de nach guten Alternativen gesucht hatte, sprang mir eines Tages dieser Mercedes 410D ins Auge.

Gut einen Monate Bedenk- und Verhandlungszeit später war es dann soweit – und der 410er gehörte mir.

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Vorgestern war dieser Tag, und das gute Stück wechselte den Besitzer und wurde meines.

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Und gestern bin ich damit zu meiner ersten Tour in den Schwarzwald aufgebrochen.

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So richtig einleuchtet tut’s mir nicht, warum der Schwarzwald Schwarzwald heißt, wo er doch derart gelb herumsteht zurzeit.

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Nach meiner ersten Nacht im Bus hat mich die Sonne geweckt.

Im Alkoven schläft es sich wunderbar. Eine maßgeschneiderte Matratze von Fanello, satte 2,15 Meter lang und 1,40 Meter breit, perfekt gelagert auf punktelastischen Froli-Scor-Mobil-Federn und das alles auf der Matratzen-Unterseite sanft gelüftet und gewärmt von der Heizung des Busses: perfekt!

Wildsau der Wildkaffee-Rösterei

Den Tag begonnen habe ich mit einem frisch gemahlenen und gebrühten Kaffee. Dabei habe ich erstmals die „Wildsau“ der Wildkaffee-Rösterei probiert – ganz mein Geschmack.

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Kaum war der Kaffee fertig, bekam ich auch schon Besuch einer neugierigen Katze aus der Nachbarschaft.

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Als Kater Mikesch wieder durch das Fenster verschwand, ging es für mich an die Arbeit.

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Der Tisch im Wohnmobil besteht aus einer Scheibe eines alten Walnuss-Baumes. Tolles Holz, aber die Form gefiel mir nicht. Die überstehenden Ecken habe abgesägt, eingeschliffen und geölt.

Jetzt klappt das Sitzen im Bus genau so, wie ich es mir vorstelle.

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Die nächste Aufgabe waren Webseite und Logo für meinen neuen Bus.

Er hat ja einen Namen: DinoVan.

Einerseits weil er ein dicker alter Van ist, also ein Dinosaurier.

Und andererseits weil ich ein digitaler Nomade bin („di… No…“), und der Bus ist mein rollendes Zuhause.

Das Logo wurde heute fertig:

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Der Bus wird noch eine andere Farbe bekommen, aber das Logo wird auch dann noch funktionierten.

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Am Ende des Tages habe ich mit Freunden Grünkohl gekocht, habe in der russische Holzofen-Sauna ein paar Runden lang geschwitzt, dann im Teich neben meinem Bus gebadet und am Ende des Tages beschlossen:

Mein Bus und ich, wir passen zusammen!

Ach, und noch was:

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